Moderner Fünfkampf


Geschichte des Modernen Fünfkampf

Der Moderne Fünfkampf ist eine Sportart, die von Pierre de Coubertin entwickelt wurde. Nach der Entfernung des "antiken Fünfkampfes" aus dem olympischen Programm sollte der Moderne Fünfkampf eine Alternative bieten, die in besonderem Maße die Vielseitigkeit der Athleten überprüfen sollte. Seit den V. Olympischen Spielen 1912 in Stockholm ist der Moderne Fünfkampf teil des offiziellen Wettkampfprogramms.

Die Disziplinen entstammen einem Mythos, demnach ein Bote eine wichtige Nachricht durch Feindesland transportieren musste. Das erste Stück des Weges ritt er auf einem gefundenen Pferd durch Gelände und musste dabei zahlreiche Hindernisse überwinden. Als er auf Feinde traf, duellierte er sich mit ihnen mit Degen und Pistole. Danach schwamm er durch einen Fluss, und das letzte Stück legte er laufend zurück.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Diziplinen sehr stark dem Mythos angepasst, geritten wurde ein Geländeritt, geschossen wurde auf bewegliche Ziele und der Wettkampf dauerte 5 Tage. Im Laufe der Zeit wurden der Wettkampf immer wieder verändert, heute werden alle 5 Disziplinen meist an einem Tag durchgeführt. Außerdem wird heutzutage nur noch eine Springprüfung geritten und geschossen wird mit Laserpistolen in zuschauerfreundlichem Umfeld.

Weiterführende Informationen zur Geschichte des Modernen Fünfkampfs finden Sie unter anderem auf den Homepages des Deutschen Verbands für Modernen Fünfkampf (DVMF) und des internationalen Verbands UIPM.

Disziplinen des Modernen Fünfkampf

Heute besteht der Moderne Fünfkampf aus den folgenden Disziplinen:

Schwimmen

Beim Modernen Fünfkampf schwimmt man 200 m Freistil. Die Jugendlichen und die Masters brauchen nur 100m oder sogar nur 50m schwimmen. In den Staffelwettbewerben, die noch keine anerkannte olympische Disziplin sind, starten jeweils zwei Athleten, die dann die Hälfte der Schwimmstrecke absolvieren.
Damit man die Leistung mit den anderen Disziplinen vergleichen kann, wird die erzielte Zeit in Punkte umgerechnet. Für eine erreichte Zeit von 2:30 erhält man 250 Punkte. Jugendliche unter 15 Jahren bekommen für eine Zeit von 1:20 auf 100 m Freistil 250 Punkte. Jede halbe Sekunde schneller oder langsamer wird mit 1 Punkt angerechnet bzw. abgerechnet.

Fechten

Gefochten wird mit einem elektrischen Degen, jeder ficht gegen jeden. Es wird nur auf einen Treffer gefochten, Doppeltreffer werden annuliert. Die Fechter haben in einer Minute reine Gefechtszeit die Möglichkeit einen Treffer zu erzielen. Bei Zeitablauf erhalten beide eine Niederlage.
Jeder Sieg wird abhängig von der Gesamtzahl der Gefechte in Punkte umgerechnet. Für 70 % Siege erhält ein Fechter 250 Punkte, für jeden Sieg mehr oder weniger entsprechend mehr oder weniger Punkte. Bei internationalen Wettkämpfen wird in einer Vorausscheidung eine Platzierung der Fechter ermittelt, im Finale finden dann wesentlich weniger Gefechte statt, um den zeitlichen Umfang des Wettkampfs zu reduzieren. Dort können in einer Extrarunde Bonuspunkte erzielt werden.

Reiten

Geritten wird auf zugelosten Pferden, in einem Parcours mit 12 Hindernissen, dabei ist auch eine 2-fache und eine 3-fache Kombinationen. Ein Athlet kann sich im Vorfeld der Springprüfung 20 Minuten lang mit seinem Pferd "anfreunden" und es probereiten. Nach maximal sechs Probesprüngen wird es ernst. Je nach Altersklasse müssen im Parcour Hindernisse von 90cm bis 1,20m bewältigt werden.
Jede Reiterin oder jeder Reiter startet mit 300 Punkten. Für jeden Fehler oder eine Zeitüberschreitung gibt es Punktabzüge.
Aus Sicherheitsgründen gehört Reiten erst ab der A-Jugend (ab 17 Jahren) zum offiziellen Wettkampf.

Laser-Run (Laufen und Schießen)

Die Kombinationsdisziplin Laser-Run ist die jüngste Neuerung im Modernen Fünfkampf. Sie wurde insbesondere zur Steigerung der Attraktivität der Sportart entwickelt. Der Ablauf ähnelt der Wintersportart Biathlon.
Die Athleten starten mit dem Wettkampf im unmittelbarer Nähe zum Schießstand, um dort mit einer Laserpistole auf 10m Entfernung die Scheibe zu treffen. Es darf hierbei so oft geschossen werden wie nötig ist, um fünf mal ins Schwarze (Ø59,5mm) zu treffen. Anschließend laufen sie 800m im Gelände um wieder zum Schießstand zu kommen. Insgesamt wird diese Abfolge aus Schießen und Laufen viermal absolviert.
Eine Leistung von 13:20 wird mit 500 Punkten bewertet. Pro Sekunde schneller oder langsamer wird ein Punkt dazuaddiert oder abgezogen. Ähnlich der Verfolgung beim Biathlon wird die Disziplin mit Handycap ausgetragen. Der nach drei Disziplinen Führende darf zuerst starten, die anderen Wettkämpfer folgen in einem zeitlichen Abstand, der ihrem Punkterückstand aus den bisherigen Wettkämpfen entspricht. Derjenige, der zuerst durchs Ziel läuft, hat den Wettkampf gewonnen.
Die Kinder unter 15 Jahren starten nicht im Laser-Run, sondern schießen und laufen gesondert. Das Schießen ist bei den Kindern auf Präzision ausgelegt und wird meist beidhändig durchgeführt. Es werden hier auch Schüsse gewertet, die nicht ins Schwarze gehen. Das Laufen wird später auf einer Strecke von 800m bzw. 1600m ausgetragen, ohne Handycap.

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